Von Hartz4 Empfänger zum Kindergärtner in 365 Tagen. So könnte zukünftig die Werbung der Fachhochschulen aussehen, die für mehr Betreuungsangebote sorgen sollen.
Ursula von der Leyen möchte Hartz4 Bezieher zu Kita-Betreuer ausbilden lassen.
Die Bundesagentur soll geeignete Kandidaten suchen und die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will auf die Qualität der Ausbildung achten.
Wieso vertrauen die Verantwortlichen nicht auf die freie Marktwirtschaft und erhöhen einfach die Nachfrage für Kita-Betreuer? Eine vernünftige Ausbildung und eine vernünftige Bezahlung sollten für diesen sehr anspruchsvollen Beruf selbstverständlich sein.
Da das scheinbar nicht selbstverständlich ist, sollen wahrscheinlich Hartz4 Empfänger nun eine Kinderbetreuung zu Discountpreisen anbieten. Eventuell unter Androhung der Streichung von Bezügen. Einen anderen vernünftigen Grund sehe ich nicht, weshalb gerade der Hartz4 Empfänger angeheuert werden soll und nicht allgemein durch gute Ausbildungsangebote und faire Bezahlung die Nachfrage erhöht wird.
Das erinnert an die Ganztagesbetreuung in Schulen, durch Menschen, die Arbeitslosenhilfe bezogen. Die Leute wurden sogar ohne Ausbildung als Tagesbetreuer eingesetzt. Teilweise sogar in Schulen, in denen sonst nur Sonderpädagogen unterrichten.
Der Anspruch auf Betreuungsplätze ist eine sinnvolle Sache. Nun dürfen wir uns aber auf keinen Fall mit einer billigen Lösung abspeisen lassen!
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